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Äthiopien in der Bibel
Wir hörten während unseres Äthiopien-Projektes morgens immer eine Andacht, in der eine äthiopische Person vorkam.
Von der ersten Person wird bereits am Anfang der Bibel, im 1. Buch Mose, berichtet. Dort erfährt man, dass Noah 3 Söhne hatte: Jafet, Sem und Ham. Ham gilt als Vorfahre der schwarzen Völker. Hams Sohn Kusch ist wahrscheinlich der Vater der Äthiopier.
In Jeremia 38 und 39 spielt ein Äthiopier namens Ebed-Mosched eine wichtige Rolle. Als Bediensteter am Königshof bekommt er mit, dass der Prophet Jeremia aus Ärger über seine „Unglücksbotschaften“ von den Beratern des Königs in eine Zisterne geworfen wurde. Der Diener verwendet sich beim König für Jeremia und darf zusammen mit 3 anderen Dienern Jeremia wieder herausziehen. Detailliert wird in der Bibel davon berichtet, wie Ebed-Mosched Lumpen in die Zisterne befördert, die sich Jeremia unter die Achseln legen soll, damit ihm die Seile beim Hochziehen nicht zu sehr einschneiden. Ebed-Moscheds mutige Handlungsweise wird belohnt. Jeremia prophezeit ihm, dass er das Gemetzel und die Vertreibung durch die Babylonier unbeschadet überstehen wird.
In 1. Könige 10 findet man die beeindruckende Geschichte der äthiopischen Königin, die zum König Salomo nach Israel reist. Die Königin hat Gerüchte über den Reichtum und die Weisheit Salomos gehört. Sie macht sich persönlich auf den Weg, um sich davon zu überzeugen, ob die Gerüchte wahr sind. In Jerusalem angekommen, lässt sie sich zunächst zum König Salomo führen. Sie hat viele Fragen auf dem Herzen. Salomo bleibt ihr nicht eine einzige Antwort schuldig. Dann besichtigt die Königin den Palast und den Tempel und hat Kontakt zu Salomos Bediensteten. Sie gelangt zu der Erkenntnis, dass Salomo mehr als doppelt so weise und reich ist, als sie zuvor über ihn reden gehört hatte. Die Königin schätzt die Menschen glücklich, die um den König Salomo herum leben und arbeiten dürfen. Und sie preist den Gott Israels. Ausführlich wird beschrieben, welch kostbaren Gastgeschenke die Königin dem Salomo überreichen lässt. Salomo wiederum beschenkt die Königin seinerseits so reichhaltig, wie er nur kann. Er erfüllt ihr jeden Wunsch. Die Königin reist wieder nach Äthiopien zurück. Neben den Geschenken nimmt sie auch den Glauben an den Gott Israels mit in ihr Land.
Viele, viele Jahre später macht sich ein Kämmerer aus Äthiopien auf den Weg nach Jerusalem, um dort anzubeten. Er war sicherlich kein Jude, muss aber bereits in seiner Heimat mit dem Judentum in Berührung gekommen sein bzw. hatte den Glauben an den Gott Israels bereits zu Hause kennen gelernt. Man kann vermuten, dass durch den Besuch der äthiopischen Königin beim König Salomo über die Jahrhunderte hinweg „Spuren“ des jüdischen Glaubens in Äthiopien erhalten geblieben sind.
In Apostelgeschichte 8, 26-39 kannst du nachlesen, was der äthiopische Kämmerer auf seinem Heimweg erlebt.
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